| 963-laue Burghotel Frankenwald Franken Bayern Deutschland
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Burggeschichte Die Anfänge der Burg im Frankenwald im Regierungsbezirk Oberfranken über dem Tal der Loquitz, einem linken Nebenfluss der Saale, reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Als Gründer sind die Herren von Könitz anzusehen. Heinrich von Könitz war wohl der erste, der sich nach dem Herrschaftssitz benannte. Er wurde bei der ersten urkundlichen Erwähnung der Burg im Jahre 1222 als "Henricus de Lewinstein" bezeichnet. Um 1250 eigneten sich die Grafen von Orlamünde die Anlage gewaltsam an. Diese wurde 1337 erstmals als Sitz einer eigenständigen orlamündischen Herrschaft aufgeführt. Bis 1430 blieben die Grafen von Orlamünde Eigentümer der Burg. In der Folgezeit erlebte die Burg über dem Loquitztal häufige Besitzerwechsel. Bevor sie 1506 für längere Zeit als Unterlehen an die Ritter von Thüna fiel, hatte sie unter anderem den Grafen von Gleichen, den Grafen von Schwarzburg, den Markgrafen von Kulmbach-Bayreuth und den Grafen von Mansfeld gehört. Zwischen 1551 und 1554 ließ Christoph von Thüna den heute als Thünabau bekannten Hauptteil der Burganlage errichten. 1622 kam die Burg über der Loquitz erneut in den Besitz der Markgrafschaft Kulmbach-Bayreuth und wurde Verwaltungssitz des Amtes Lauenstein. Ab 1792 stand sie unter königlich-preußischer und ab 1803 unter bayerischer Herrschaft. 1806 erwählte das Königreich Bayern die Burg als Sitz eines Landgerichts und Rentamtes. Doch bereits neun Jahre später wurde sie an einen Privatmann versteigert. Allmählich setzte ein Prozess des Verfalls ein, und die Anlage übte schließlich die Funktion eines Armenhauses aus. Der Niedergang der Burg konnte gestoppt werden, als 1896 der aus Halle stammende Architekt Dr. Erhard Messmer sie käuflich erwarb und restaurieren ließ. Für die Innengestaltung trug er zahlreiche Ausstattungsstücke zusammen, die noch heute den Grundstock des Burgmuseums bilden. Die finanziellen Voraussetzungen für diese Maßnahmen schuf er, indem er auf Burg einen Betrieb für Pensionsgäste und Tagesgäste einrichtete. Sein bekanntester Gast war wohl der Dichter Joachim Ringelnatz. 1962 kaufte der Freistaat Bayern die Burg auf und ließ sie in den folgenden Jahren unter hohem finanziellen Aufwand restaurieren. Die Hauptburg ist heute als Burgmuseum eingerichtet. Die Vorburg beherbergt das Burghotel. . . |
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